Petra

Mein Alltag bestand aus Angst, vor allem aber die Angst vor der Angst.
Mein Körper und meine Gedanken standen ständig auf Alarmbereitschaft.
Hinzu kamen auch traumatische Bilder die um meinen verstorbenen Sohn handelten und mir meinen Schlaf raubten.
Völlig übermüdet, verkrampft und voller Trauer suchte ich verzweifelt nach einer Hilfe, denn nur durch Gespräche war mein Problem nicht zu lösen. Meine Familie und ich litten sehr unter dieser Situation und meine Seele drohte immer mehr zu zerbrechen und mein Körper wurde krank.
Ganz bewusst schreibe ich diesen Bericht erst Wochen nach der Therapie, weil ich selbst erst mal sehen wollte wie ich danach reagiere und wie mein Alltag sich entwickelt.
Nach der ersten Therapie bemerkte ich schon eine Verbesserung was die Bilder von meinem verstorbenen Sohn betrifft. Ich sehe die Bilder heute nur wenn ich bewusst daran denke oder wenn es etwas gibt was mich daran erinnert.
Anders wie vor der Therapie ist aber das ich dieses Trauma nicht nochmal körperlich empfinde, sondern ich es mir ansehen kann und es dann wieder vorbeizieht.
Ich kann das Bild in diesem Moment akzeptieren und danach kann ich mit absoluter Sicherheit sagen das die Situation natürlich damals sehr traurig war und auch heute noch ist, aber es mich nicht mehr gefangen hält und quält.
Ich schlafe viel besser ein und mein Alltag wird nicht mehr von Angst geprägt.
Wenn man mal bedenkt das ich meine erste Panikattacke mit 18 Jahren hatte und diese bis vor der Therapie auch fast täglich mein Begleiter war und auch durch mehrere Verhaltenstherapien nicht gelöst werden konnte, ist es dafür jetzt wie ein neues Leben.
Natürlich kommt hin und wieder mal ein zarter Anflug von einer Panikattacke und möchte den Tag bei mir verbringen. Aber durch die EMDR Therapie habe ich gelernt diese nun nicht mehr als gefährlich einzustufen. Daher ist dieses Angstgefühl nicht mehr auf Stufe 10, sondern auf Stufe 1 und beeinträchtigt meinen Alltag nicht mehr.
Die größte Probe hatte ich dann als ich zu einer Magenspiegelung musste.
Aus Angst vor einer schlimmen Diagnose habe ich so weit es ging Arzt Termine nicht wahrgenommen. Bei dieser Untersuchung aber warnten meine Gedanken mich nicht, sondern waren sehr positiv anzusehen. Natürlich war ich neugierig was dabei herauskommen wird aber ich verspürte auch Hoffnung das egal was es ist, ich dann weiß was los ist und wie man mir helfen kann.
Die Untersuchung war schnell vorbei und ich konnte gelassen in die Zukunft schauen.
Also was meine immer negativen Gedanken um Krankheiten betrifft, meine Schlafstörungen und auch meine Trauer um meinen Sohn, kann ich jetzt sagen das ich durch die Hilfe von Herr Fassbender nicht mehr auf einem wackeligen Schiff sitze, welches vom Sturm versucht wird zum Untergang gedrängt zu werden. Sondern ich sitze auf einem ruhigen Schiff. Das Wasser ist ruhig und bedrohende Situationen wie Haie oder ein Sturm kommen nicht mehr an mich heran. Ich kann dabei zusehen aber ich gerate nicht in Panik.
Ohne die EMDR Therapie wäre ich nicht da wo ich heute bin.
Herr Fassbender ist ein sehr ruhiger, sympathischer Mensch und ich habe mich immer sehr wohl bei Ihm gefühlt.
Ich kann eine EMDR Therapie bei Ihm sehr empfehlen und bin Ihm unendlich dankbar.

PS : Bei der Magenspiegelung kam eine Zwölffingerdarmentzündung heraus, aber diesmal habe ich nicht den herannahenden Tod gesehen
Ich muss jetzt nur meine Ernährung umstellen.

Ich danke Ihnen nochmal vielmals, schön das es Sie gibt