Ressourcenarbeit im Rahmen der Traumatherapie.

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Ressourcenarbeit


Um die Belastungen, die während und zwischen den einzelnen EMDR-Sitzungen auftreten können gewachsen zu sein, ist eine „Grundstabilität" erforderlich. Ist diese nicht vorhanden bzw. kann diese nicht entwickelt werden, sollte eine Traumatherapie mit EMDR nicht ambulant durchgeführt werden bzw. ist von einer Traumatherapie mit EMDR zunächst Abstand zu nehmen. Wer mithilfe einer Traumatherapie belastende Erfahrungen aus der Vergangenheit verarbeiten möchte, sollte nicht auch noch aktuell mit starken zusätzlichen Belastungen im Alltag konfrontiert sein (z.B. massive Partnerschaftsprobleme, eine bevorstehende Prüfung, Suchtmittelabhängigkeit).
Für die Arbeit mit dem Trauma muss zunächst einmal ein sicherer Boden unter den Füßen geschaffen werden.


Da in jeder EMDR-Sitzung emotional stark belastende Erinnerungen aktiviert werden können, ist es notwendig, dass die Person über Möglichkeiten (Ressourcen) zur Entspannung, Selbstberuhigung und zur Ablenkung von belastenden Erinnerungen verfügt.


Wichtige Faktoren für diese Grundstabilität sind u.a.:


-  ein stabiles, soziales Umfeld durch einen Partner und/oder Freunde zu   
   denen eine vertrauensvolle Beziehung besteht.


-  Vorhandensein eigener Ressourcen zur Entwicklung und Stabilisierung
   der emotionalen Belastungsfähigkeit.


-   kein Missbrauch von Drogen-, Alkohol-, - oder Medikamenten  


-  Bereitschaft während der Traumatherapie ein Therapietagebuch  
   zu führen.



-  Bereitschaft, vorübergehende Belastungen während der
   Traumatherapie zugunsten langfristiger Besserung in Kauf zu nehmen.





Ressourcen können auch positive, gute Erfahrungen sein, die einer Person zur Verfügung stehen, um zu entspannen und neue Kraft zu schöpfen. Alles, was helfen kann, schwierige Lebenssituationen besser bewältigen zu können.


Fragen zum Auffinden vorhandener Ressourcen:


Wann in Ihrem Leben fühlten Sie sich
- im Einklang mit sich selbst
- sicher und geborgen
- anerkannt und geliebt
- glücklich und zufrieden
- kompetent und stolz
- dankbar und zufrieden
- im Fluss mit dem Leben „es läuft gut"


Sich an diese Lebenssituationen- oder Momente im Leben zu erinnern kann Kraft und Zuversicht geben, um aktuelle Belastungen besser ertragen und bewältigen zu können.


Weitere Ressourcen können positive Lebenseinstellungen (wie etwa der Lebensgrundsatz vieler Kölner „es ist noch immer gut gegangen" oder Phantasien sein.


Mögliche Entspannungstechniken können sein:


-  Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen
-  Sport treiben
-  Musik hören
-  Ein Buch lesen
-  Darüber mit jemanden reden
-  Sich etwas Gutes tun


Spezielle  Ressoursenübungen:


„Innerer Sicherer Ort"


Vielleicht erinnern Sie sich, wie Sie sich als Kind in Ihrer Phantasie  manchmal eine Traumwelt geschaffen haben. Genauso kann man sich auch als Erwachsener in der Phantasie einen Ort suchen oder schaffen, der zum eigenen Zufluchtsort wird.
Es ist ganz einfach. Machen Sie es sich bequem, schließen Sie die Augen und lassen Sie in Ihrer Phantasie einen Raum, einen Ort entstehen. Ihre Phantasie hat keine Grenzen. Verändern Sie alles, was Sie möchten, bis ein Ort entsteht, an dem Sie sich völlig sicher und geborgen fühlen.


Zu diesem inneren Zufluchtsort können Sie jederzeit gehen und solange dort verbleiben, wie Sie mögen. Je öfter Sie dies üben, desto besser wird es Ihnen gelingen. Wenn Sie einen guten Ort gefunden haben werden Sie feststellen, beim Verlassen dieses Ortes fühlen Sie sich ausgeruht und mit neuer Energie aufgetankt.


„Innere Helfer"


Ich sage meinen Klienten am Ende der Therapie immer „denken Sie daran, dass Sie immer einen Taschentherapeuten bei sich haben. Wenn Sie in einer schwierigen Situation sind, überlegen Sie: „Was hätte jetzt wohl mein Therapeut zu mir gesagt?
Innere Helfer können jedoch auch Personen, Tiere oder Phantasiegestalten aus Märchen oder Filmen sein. Diese inneren Helfer können in allen Lebenslagen innerlich Trost spenden und helfen die richtigen Antworten auf wichtige Fragen im Leben zu finden. Wer durch seinen Glauben einen Bezug zu Gott hat, verfügt über einen mächtigen inneren Helfer.


„Tresorübung"


Als Tresor kann man sich alles vorstellen, was sicher ist, um etwas darin aufzubewahren. Auch hier sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Dieser Tresor dient jedoch nicht zur Aufbewahrung von Gegenständen. Wann immer Sie belastende Gedanken, quälende Bilder, oder Erinnerungen haben, mit denen Sie sich im Moment nicht beschäftigen wollen oder können, legen Sie diese in den Tresor und verschließen Sie ihn. Stellen Sie sich vor, dass alles in diesem Tresor gut aufgehoben ist bis Sie diesen an einem anderen Tag oder in der nächsten Therapiestunde wieder öffnen, um sich mit diesen Dingen zu beschäftigen.


„Lichtstrahlmethode"


Stellen Sie sich vor über Ihrem Kopf befände sich eine Energiequelle. Hieraus erstrahlt ein helles Licht. Dieses Licht strömt in Ihren Körper und verbreitet eine angenehme Wärme und Energie. Nehmen Sie wahr, wie das Licht Ihren gesamten Körper ausfüllt. Nutzen Sie diese Lichtquelle in schwierigen Situationen und stellen Sie sich vor, wie sie im Körper für Wohlbefinden und Kraft sorgt.













 



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