Tod und Trauer

Trauer ist die natürliche Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen, die uns hilft, den Verlust seelisch zu verarbeiten.

Im Verlauf des natürlichen Trauerprosses kann es jedoch zu Störungen kommen,. Die normalen Trauerphasen werden übermäßig intensiv und über einen ungewöhnlich langen Zeitraum erlebt.

Manchmal kann die Trauer auch nach längerer Zeit nicht überwunden werden, und eine permanente Traurigkeit, bis hin zu Lebensunlust bestimmt und beeinflusst das Leben negativ. Die Trauer wird zur permanenten Belastung,- erdrückt und lähmt uns. Der natürliche Trauerprozess ist ins Stocken geraten und es entsteht eine tiefe Leere, manchmal sogar Schuldgefühle. Nicht gelebte Trauer kann krank machen.

Der Tod eines Angehörigen kann tiefe Wunden in der Seele hinterlassen, die einen Menschen das Leben lang beeinträchtigen. Die eigene Person und das bisherige Leben werden durch den Verlust massiv in Frage gestellt und manchmal brechen tiefe Wunden auf, die auf unbewältigte Erlebnisse in der Vergangenheit hinweisen. Reichen die vorhandenen Bewältigungsstrategien nicht aus, kann sich eine traumatische Trauer entwickeln.

Langfristige Störungen können sein:

 

·  Ständiges Grübeln

· Depressionen und Angstzuständ

- Vermeidungsverhalten

- körperliche Beschwerden

- Schlafstörungen

- Nervosität

- sich innerlich abwesend fühlen

- Konzentrationsstörungen

- Leistungsstörungen

- unerklärliche Gereiztheit und Wutausbrüche

- tiefes Misstrauen gegenüber anderen

  Personen

- Schuldgefühle

- Suizidgefährdung

 

 

Alle diese Symptome können zwischenzeitlich in der Trauer vorkommen — sie sind normal in den verschiedenen Phasen der Trauerbewältigung. Wenn die Symptome allerdings andauern und nicht abnehmen, so sind dies Anzeichen einer komplizierten oder gar traumatischen Entwicklung.

Im Sinne einer komplizierten Trauer können Menschen durch den blockierten oder nicht bewältigten Trauerprozess verschiedene seelische und körperliche Erkrankungen entwickeln.  Die Trauerverarbeitung und die Anpassung an die veränderte Lebenssituation sind erheblich beeinträchtigt.

Wann ist Hilfe notwendig?

 

                    Der Weg zurück ins Leben

Viele trauernde Menschen schrecken vor dem Weg zu einem Therapeuten zurück, da sie Angst davor haben, erneut über die schrecklichen Ereignisse reden zu müssen und sich mit ihnen auseinander zu setzen.

Trauererfahrungen lassen sich jedoch nicht einfach abschütteln, denn sie sind Teil der eigenen Geschichte.

Dauert die Trauer an, kann eine ärztliche/ psychotherapeutische Hilfe nötig werden.

Ziel dieser Hilfe ist es, das der/die Betroffenen mit den Schwierigkeiten im Alltag und mit den überwältigenden Gefühlen umgehen kann und das Erlebte zu verarbeiten.

Psychische Störungen infolge einer unbewältigten Trauer sind nicht immer klar zu erkennen. Sie können sich u.a. als allgemeine Ängste,  psychosomatische

Beschwerden,Suchtprobleme oder Depressionen zeigen, ohne das der

Bezug zu einer unbewältigten Trauer der Person bewusst ist.